Die Situation in Irland

GRAI (Greyhound Rescue Association Ireland) nennt Zahlen zur Situation in Irland

Die GRAI (Verband irischer Tierschützer – Gruppen und Einzelpersonen – die es sich zum Ziel gesetzt haben, Greyhounds als Haustiere zu promoten und für mehr Öffentlichkeit über das Schicksal der Greyhounds zu sorgen) hat auf ihrer Homepage ein paar Fakten veröffentlicht: Danach sind seit der Gründung der Association im Jahr 2010 bis zum Jahr 2015 allein in Irland mehr als 105.000 Greyhounds geboren worden. 94.405 bekamen im Alter von 13 Monaten einen Rennnamen und wurden für Rennen registriert. Es gab in der Zeit 17.501 Würfe.

Weitere erschreckende Zahlen:

  • Von 2010 bis 2014 wurden in den irischen Pounds 2.294 Greyhounds getötet.
  • 377 wurden aus den Pounds in ein neues Zuhause vermittelt oder von ihren Besitzern zurückgefordert.
  • 375 Greyhounds wurden an Tierschutzgruppen übergeben.
  • Von 2011 bis 2013 wurden 47.702 Greyhounds für Rennen in Irland registriert.
  • In diesem Zeitraum wurden 18.690 auf Rennbahnen in Großbritannien exportiert.
  • Der Irish Retired Greyhound Trust, die Organisation, die zum Irish Greyhound Board IGB gehört,
    hat 966 Hunde in ein neues Zuhause vermittelt.
  • 205 Greyhounds wurden von den Pounds vermittelt bzw. von den Besitzern zurückgeholt −
    210 wurden an Tierschutzgruppen übergeben.
  • 1.377 wurden in den Pounds getötet.

Ab 2014 ist ein merklicher Rückgang von Tötungen in den Pounds und ein Anstieg der an Tierschutzgruppen übergebenen Greyhounds festzustellen. Jedoch gibt es noch immer große Sorgen, dass hunderte von gesunden Tieren getötet werden. Wenn man sich die Zahlen ansieht, wird man unschwer eine große Diskrepanz zwischen den Geburten, den vermittelten und getöteten Hunden feststellen. Es gibt keine gesetzliche Grundlage, dass Greyhound-Besitzer über den Verbleib der Hunde informieren müssen. Sie müssen lediglich melden, wenn sie einen aktiven Hund verkaufen bzw. dieser stirbt oder getötet wird. Ca. 1.200 Greyhounds werden durch private Organisationen jedes Jahr hauptsächlich nach zentral Europa, die USA und Kanada vermittelt. Zum Originalartikel >>

Regierungsausschuss in Irland legt Zahlen vor

Der Ausschuss zur Untersuchung der Greyhound Industrie des Ministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Fischerei in Irland hat seinen Bericht zur Situation der Greyhound-Industrie veröffentlicht.

Hier ein paar Fakten aus dem Bericht:

  • Die Greyhound-Industrie bietet in Irland etwa 10.300 Arbeitsplätze und erreicht
    einen Jahresumsatz von 500 Mio. Euro.
  • Ähnlich den Lottogesellschaften in Deutschland, untersteht die Industrie staatlicher Aufsicht.
  • Im Zeitraum von 2011 bis 2013 wurden 47.702 Greyhounds für die Rennindustrie zugelassen
    (es wird keine Angaben über die Zahl der Tiere gemacht, die es erst gar nicht geschafft haben).
  • 18.690 Greyhounds wurden nach Großbritannien exportiert.
  • Es gibt in Irland 17 lizenzierte Rennbahnen/Stadien, hiervon werden 8 durch die
    staatliche Gesellschaft BnG direkt kontrolliert.
  • Zwischen 2002 und 2010 wurden 18.211 Rennveranstaltungen durchgeführt (mit jeweils mehreren Rennen).
    10,25 Mio. Besucher wurden gezählt.
  • Im Jahr 2016 soll der Steuerzahler die Industrie mit 14,8 Mio. Euro „unterstützen“.
  • BnG hat 21 Mio. Euro Schulden durch den Neubau der Rennbahn in Limerick aus dem Jahr 2010.
  • Im Schnitt werden 30 Hunde pro Monat von der Industrie ausgemustert und an den Retired Greyhound Trust übergeben.
  • Im Jahr 2013 wurde diese „Adoptionsagentur“ mit 51.193 Euro unterstützt.

Weitere Zahlen und Ausschnitte werden wir später für Sie bereitstellen. In Relation zu diesen Zahlen, können wir als kleine Gruppe die Welt nicht für alle Greyhounds ändern, aber für die, die zu uns kommen ändert sich alles. Und das lohnt sich auf jeden Fall.

Den Originalbericht im PDF-Format können Sie hier lesen. >>