Duffy/Daniel
17.09.2017
Duffy/Daniel lebt seit einem guten halben Jahr bei uns. Er ist unser erster Windhund und der genügsamste Hund, den ich mir vorstellen kann.
Duffy hat auch ein klitzekleines Alkoholproblem … haben die ihm in Irland ab und zu aus Jux Guiness gegeben? Jedenfalls sollte man kein Bierglas in unserer Wohnung in Hundeschnauzenhöhe stehen lassen. Auch hat er gezielt aus dem Kompost die vergorenen Hagebutten rausgezogen, dabei waren da noch die Stacheln drumrum. Auf einer Feier bei Verwandten haben alle gut den Grill bewacht, und er hat derweilen die Schale mit dem Dröppelbier unter dem Bierfaß ausgeleckt … Ich war einiges an Schalk von unserem Terrier gewohnt, aber die Nahrungsbeschaffung von Duffy ist noch mal was ganz anderes …
Übrigens neigt Duffy zeitweise SEHR zu Blähungen und das ist echt gruslig (nicht nur wenn er es wieder mal geschafft hat heimlich zu naschen, ich hab noch nicht rausgefunden was dagegen dauerhaft hilft).
Duffy gehört zu den Greys, die man nicht ableinen kann. Wenn er Witterung hat (oder sich einbildet), dann ist er komplett “weg”. Leckerchen interessieren ihn dann nicht. Eichhörnchen und Hasen bringen ihn zum tanzen und jaulen, bei Katzen geht es inzwischen gesitteter zu. Am Anfang mochte/konnte (?) er nicht spielen, das hat ihn nicht interessiert, inzwischen flitzt er gern durch den Garten und bringt einige Male sein Spielzeug. Am liebsten hat er Quietschis, aber die haben alle eine Lebensdauer von ca. 30 Sekunden, dann ist das Quietschen dahin… Wer ein Greyhoundsicheres Quietschi kennt, darf sich gern melden…
Duffy schmust sehr gern und liebt es gekrault zu werden, er ist dabei nicht aufdringlich und genießt es sehr. Das gefällt mir sooo sehr an ihm. Er bringt alte Menschen dazu ihn zu streicheln, die seit 40 Jahren aus Angst keinen Hund mehr freiwillig angefasst haben, obwohl er groß und schwarz ist.
Obwohl er manche Treppen immer noch verweigert, ist er letzte Woche z.B. anstandslos auf eine sehr wackelige kleine Fußgängerfähre geklettert, als ob da nichts dabei wäre.Im Büro benimmt er sich vom 1. Tag an schlicht tadellos (wenn er nicht pupst).
Draußen macht er immer noch manchmal andere Hunde an; am Anfang war das ziemlich massiv, da hab ich mir eine Trainingsstunde mit einer Hundetrainerin gegönnt und danach war/ ist meistens Ruhe und ich kann da gut Einfluss nehmen, wenn ich die Augen offen halte. Ohne Leine hat er sich in abgegrenzten Gärten bisher mit jedem Hund vertragen, aber die Gelegenheit hab ich leider selten.
Bei einer großen Veranstaltung kürzlich mit Dutzenden zum Teil übellaunigen Jagdhunden um ihn rum ist er seelenruhig in aufrechter ruhiger Haltung an allen Kläffern vorbei geschwebt. Hm, er hat halt seine Rätsel!?
Ach so und unser Windhund erzählt. Wer meint, Windhunde seien immer ruhig, kann sich von Duffy eines besseren belehren lassen. Vor allem wenn der über alles geliebte Göttergatte heimkommt, dann jodelt Duffy. Das ist so eine aufgeregte Mischung aus Winseln/Knurren und ab und zu ein Wuff. und ich weiß nicht, wie ich es beschreiben soll, das muss man erlebt haben.
Duffy ist cool und ein ganz besonderer, toller Hund!!! Ohne die Hilfe und den Rat von Ulla, wäre das niemals so gut gegangen. Ich bewundere es, wie ihr den Leuten weiterhelft, auch wenn der Hund schon vermittelt ist. Das war für mich ganz wichtig und hat immens geholfen. Auch die Einschätzung, die Ulla über den Hund vorher abgab, hat sehr gut gepasst und geholfen, den für uns richtigen Hund zu finden (auch wenn oder gerade weil er schwarz, nicht mehr ganz jung und weitgehend zahnlos ist).
Auf den Bildern sieht man wie elegant so ein Windhund immer ist! (Das Körbchen ist zu klein, ich weiß, aber erklär das mal dem Hund! Dafür ist doch der Sommersitz ganz ansprechend, oder?) Das Profil zeigt ihn im „Jagdmodus“.
Verliebte Grüße
von Elke


